Marktinformation WAS GmbH 22.11.2022

Welt:

Die argentinische Weizenernte wird vom Agrarministerium auf 13,5 Mio. geschätzt, das USDA geht noch von 15,5 Mio.t aus, im Vorjahr waren es 22,5 Mio.t. Ein Teil der dadurch geringeren Exporte wird durch Brasilien ausgeglichen, die normalerweise keinen bis sehr wenig Weizen exportieren, dieses Jahr sollen es immerhin zwischen 2,5-3 Mio.t Weizen sein. Daher dürfte die schwächere argentinische Ernte nur einen geringen Einfluss auf die Weltversorgung haben. Die Maisproduktion bleibt sowohl in Brasilien als auch Argentinien unverändert zum Vormonat bei 126 Mio.t und 55 Mio.t beides Rekorde. Wie bereits in der letzten Woche erwähnt, soll Australien 26 Mio.t Weizen exportieren, nahe am Vorjahresrekord. Im Osten Australiens ist in den nächsten Tagen wenig bis kein Regen mehr gemeldet. 

 

Schwarzmeer Region:

Der Exportkorridor wurde wie von den Marktteilnehmern erwartet verlängert. Die Maisernte in der Ukraine ist erst zu 50% abgeschlossen, 12,3 Mio.t sind geerntet. Aufgrund der hohen Trocknungskosten wird versucht nur Mais mit geringer Feuchte zu ernten. Die Ernte wird sich vermutlich bis in den Januar fortsetzen. Zur Erinnerung, das USDA geht von insgesamt 31,5 Mio.t aus. Die Exporte können aufgrund der großen Bestände aus dem Vorjahr dennoch fortgesetzt werden. Ebenfalls nehmen die russischen Weizenexporte weiter Fahrt auf, erwartet werden 43-44 Mio.t Weizen. Durch die Rekordernte ist trotzdem von einem Bestandsaufbau auszugehen