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Aktuelle Stickstoff-Nachlieferung

Im Rahmen der WRRL-Beratung im Wetteraukreis werden jährlich auf verschiedenen Standorten N-Monitoring-Flächen angelegt. Auf diesen Flächen werden über die gesamte Vegetationsperiode unterschiedliche vegetationsbegleitende Maßnahmen wie z. B. Chlorophyll-Messungen mit dem Yara N-Tester und Pflanzenschnitte zur Überprüfung der momentanen Stickstoff- und Schwefel-Versorgung durchgeführt. Mithilfe dieser vegetationsbegleitenden Maßnahmen soll die Stickstoff-Nachlieferung aus dem Boden und aus einer möglichen organischen Düngung abgeschätzt werden und auf andere Flächen übertragen werden, um so die Stickstoff-Düngung zu optimieren.

Die wöchentlichen Ergebnisse der vegetationsbegleitenden Maßnahmen finden Sie untenstehend.

Chlorophyll-Messreihe

Chlorophyllmessreihe, Stand 03.04.2019:
Düngezeitpunkte sind in der Datumsachse mit Pfeilen gekennzeichnet

 

Beachten Sie auch den Vorfruchtwert:

Die Chlorophyll-Messreihen werden auf Stoppel-Weizen-Flächen durchgeführt, um die Stickstoff-Nachlieferung aus dem Boden unabhängig von einem Vorfruchtwert besser abschätzen zu können. Bei Vorfrüchten mit hohem Vorfruchtwert wie beispielsweise Raps, Leguminosen oder Kartoffeln kann der derzeitige Bedarf deutlich unter dem der Stoppel-Weizen liegen.

 

Stand 03.04.2019:

Standorte mit hohem Frühjahrs-Nmin-Wert – z. Zt. kein Bedarf

Die Messungen am 03.04.2019 in Stoppel-Weizen in der Region Wetterau Nord zeigten erneut keinen Bedarf. Die nun über 7°C liegenden Boden-Temperaturen und ausreichend Feuchtigkeit sorgen weiterhin für eine gute Versorgung der Bestände. Lediglich auf dem Standort Södel wurde ein vermeintlicher Bedarf gemessen. Dieser ist jedoch auf die kürzliche Herbizid-Anwendung zwei Tage vor der Messung zurückzuführen. Weitere Bestände in der Umgebung haben in diesem Jahr deutliche Aufhellungen der Bestände durch eine Herbizid-Anwendung etwa ein bis zwei Wochen vor einer N-Tester-Messung gezeigt. Durch die Aufhellungen ergeben sich fälschlicherweise erhöhte Bedarfsmessungen. Frühe Aussaaten bis 15.10. zeigten sich zum Messzeitpunkt in EC 31, spätere Aussaaten Mitte bis Ende Oktober oft noch in EC 30. Auf den gut versorgten Standorten kann die Schossergabe also weiterhin bis zum 10.04.2019 herausgezögert werden. Wurde in Ihren persönlichen oder regionalen Empfehlungen nach Andüngung ledig­lich eine verbleibende N-Düngemenge von weniger als 60 kg N/ha ausgesprochen, kann diese Menge je nach Bestandesentwicklung und Nachlieferungspotenzial in einer Gabe Mitte bis Ende April gedüngt werden, eine Spätgabe ist dann auszusetzen. Bitte nehmen Sie unser Angebot in Anspruch, den aktuellen Bedarf Ihrer Winterweizen-Flächen durch N-Tester-Messungen zu bestimmen.

Standorte mit geringem/normalen Frühjahrs-Nmin-Wert – z. Zt. Bedarf

In die Chlorophyll-Messreihe wurden zwei weitere Flächen aus Wölfersheim mit niedrigerem Frühjahrs-Nmin aufgenommen. Für diese Flächen liegt derzeit erst eine Messung vor, weitere Messungen folgen. Beide Flächen zeigten einen Bedarf, wobei auf einer Fläche kurz vor der Messung eine Herbizid-Anwendung durchgeführt wurde, welche zu Aufhellungen des Bestandes geführt hat und die N-Tester-Messung dadurch verfälscht. Deutlich wird diese Verfälschung auch durch die erst kürzliche Düngung des Bestandes mit 60 kg N/ha am 20.03.2019. Ein weiterer Wölfersheimer Standort, dessen Düngung und Herbizid-Anwendung weiter zurückliegen (Düngung: 06.03.2019, Herbizid: 22.03.2019), zeigte einen Bedarf von 40 kg N/ha. Auf diesem Standort wurde bei hoher Ertragserwartung eine baldige Düngung von 50-60 kg N/ha empfohlen. Die Bestände befanden sich zum Zeitpunkt der Messung in EC 30. Standorte mit geringen oder normalen Frühjahrs-Nmin-Werten, ohne langjährige organische Düngung und einer bereits weiter zurückliegenden Startgabe, können nun also durchaus N-Bedarf zeigen, die Schossergabe sollte dann möglichst bald erfolgen. Sie sollten möglichst gemäß Ihren persönlichen oder regionalen Empfehlungen gedüngt werden. Bitte nehmen Sie unser Angebot in Anspruch, den aktuellen Bedarf Ihrer Winterweizen-Flächen durch N-Tester-Messungen zu bestimmen.

Im Zuge der WRRL- und Wasserschutzgebietsberatung führt der Maschinenring bei Bedarf gerne Messungen auf Ihren Flächen durch. Nutzen Sie dazu die Feldrundfahrten in Ihrer Umgebung oder fragen Sie für eine Einzelmessung Ihre Berater an (André Fritz: 06036/9787-36).