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Aktuelle Stickstoff-Nachlieferung

Im Rahmen der WRRL-Beratung im Wetteraukreis werden jährlich auf verschiedenen Standorten N-Monitoring-Flächen angelegt. Auf diesen Flächen werden über die gesamte Vegetationsperiode unterschiedliche vegetationsbegleitende Maßnahmen wie z. B. Chlorophyll-Messungen mit dem Yara N-Tester und Pflanzenschnitte zur Überprüfung der momentanen Stickstoff- und Schwefel-Versorgung durchgeführt. Mithilfe dieser vegetationsbegleitenden Maßnahmen soll die Stickstoff-Nachlieferung aus dem Boden und aus einer möglichen organischen Düngung abgeschätzt werden und auf andere Flächen übertragen werden, um so die Stickstoff-Düngung zu optimieren.

Die wöchentlichen Ergebnisse der vegetationsbegleitenden Maßnahmen finden Sie untenstehend.

Chlorophyll-Messreihe

Chlorophyllmessreihe, Stand 31.05.2019:
Düngezeitpunkte sind in der Datumsachse mit Pfeilen gekennzeichnet

 

Beachten Sie auch den Vorfruchtwert:

Die Chlorophyll-Messreihen werden auf Stoppel-Weizen-Flächen durchgeführt, um die Stickstoff-Nachlieferung aus dem Boden unabhängig von einem Vorfruchtwert besser abschätzen zu können. Bei Vorfrüchten mit hohem Vorfruchtwert wie beispielsweise Raps, Leguminosen oder Kartoffeln kann der derzeitige Bedarf deutlich unter dem der Stoppel-Weizen liegen.

 

++++   Stand 31.05.2019:   ++++

 

Auf allen Standorten, unabhängig vom Nmin-Wert der Flächen, wurde bei der letzten Messung am 29.05.2019 kein Bedarf gemessen. Auf den Standorten in Wölfersheim ist dies auf die Spätgabe am 17.05.2019 zurückzuführen, die nach gemessenem Bedarf auf einer der beiden nahezu gleich bewirtschafteten Schlägen gegeben wurde. Diese wurde direkt vor angekündigten Niederschlägen gegeben und konnte deshalb von den Pflanzen sehr schnell umgesetzt werden. Aufgrund der niedrigen Nmin-Werte dieser Schläge (Nmin 54), konnte hier im Gegensatz zu den Standorten Berstadt und Södel mit hohen Nmin-Werten (Nmin 127 und 115) eine Spätgabe gegeben werden. Trotz fehlender Spätgabe sind diese Standorte dennoch gut mit Stickstoff versorgt. Im Vergleich zur Messung am 15.05.2019 ist sogar ein Anstieg der Chlorophyllkonzentration zu sehen. Demnach liefert der Boden auch Dank der feucht-warmen Bedingungen weiteren Stickstoff aus dem Bodenvorrat nach.

Die Spätgabe sollte nun abgeschlossen sein, damit nicht die Gefahr besteht, dass die Spätgabe durch eine Vorsommertrockenheit nicht verwertet werden kann. Die Bestände zeigen sich nun je nach Saatzeitpunkt in ihrer Entwicklung uneinheitlich. So befinden sich die Schläge in Wölfersheim (Saat 15.10.) in EC 55-59, der spät gesäte Schlag in Södel (27.10.) noch in EC 47.