Aktuelles: Gesetzgebung Wasserschutz

 

Zwischenfruchtanbau in Gefährdeten Gebieten erst ab 2021

Nach Unklarheiten um die Rechtslage zum Zwischenfruchtanbau vor Sommerungen in Gefährdeten Gebieten haben nun Bundeslandwirtschafts- und Bundesumweltministerium klargestellt, dass eine Begrünung erst ab nächstem Jahr, sprich nach der Ernte 2021, erfolgen muss, sofern die folgende Sommerung angedüngt werden soll.

Der Bund hatte sich im Frühjahr mit der Europäischen Kommission darauf verständigt, dass alle sieben bundesweit für die ausgewiesenen Gebiete belastenden Vorschriften erst ab dem 01.01.2021 gelten sollen. Dabei wird nicht das Düngeverbot, sondern die Pflicht zum Zwischenfruchtanbau als belastende Vorschrift gewertet, weshalb diese Verpflichtung in diesem Jahr noch nicht gelten könne.

Bitte beachten Sie jedoch, dass eine Begrünung vor Sommerungen auch unabhängig von der Gesetzteslage sinnvoll ist. Mit dem Zwischenfruchtanbau können N-Überschüsse abgeschöpft werden, Stickstoff vor Auswaschung geschützt und der Folgekultur wieder zur Verfügung gestellt werden, sodass die Düngung zur Sommerung reduziert werden kann. Auch phytosanitär ist der Anbau von Zwischenfrüchten sinnvoll. 

Zu Nutzen von Zwischenfrüchten, Wahl der richtigen Mischung und Etablierung informieren wir Sie im aktuellen Zwischenfruchtschreiben (pdf, 536 KB).