Agrarumweltprogramm HALM

Das HALM-Programm ist einer der zentra­len Bausteine für die Zielerrei­chung der EU-Wasserrahmenrichtlinie. Es ent­hält wichtige Elemente zur Er­haltung der Biodiversität sowie des Wasser-, Boden- und Klima­schutzes. Wenn Sie sich beson­ders nachhal­tige Landbewirtschaftungsformen fördern lassen möchten, müssen Sie bis spätes­tens dem 01.10. eines Jahres einen Antrag für den Ver­pflichtungszeitraum des kommenden Jahres stellen.

 

C.2: BEIBEHALTUNG VON ZWISCHENFRÜCHTEN ÜBER DEN WINTER

Verpflichtungszeitraum: 5 Wirtschaftsjahre

Gebietskulisse: Ja, von Gebietskulisse unabhängige Förderung für Ökobetriebe

Förderfähig sind Flächen, die in den Maßnahmenkulissen „C.2 a Zwischenfrüchte“ (HALM-Layer „Boden und Wasser“) und/ oder „C.2 b Zwischenfrüchte“ (HALM-Layer „Grundwasser“) liegen. Mit dem Inkrafttreten der neuen DüV ist die HALM-Maßnahme C.2 in Roten Gebieten nicht mehr förderfähig, da hier eine Verpflichtung für den Anbau von Zwischenfrüchten vor Sommerungen besteht. Flächen in Gebieten, die im langjährigen Mittel einen Jahresniederschlag von weniger als 550 mm aufweisen, sind von der Verpflichtung ausgenommen und können weiterhin für eine Auszahlung der Maßnahme C.2. beantragt werden. Bitte prüfen Sie daher vorab, ob Ihre Flächen im Roten Gebiet liegen.

Weitere Infos:

  • Anbau von Zwischenfrüchten kann ausgesetzt werden, sofern Bodenbedeckung durch Anbau einer Hauptfrucht gewährleistet wird. In diesem Fall erfolgt keine Beihilfezahlung.
  • Einzelflächen für die HALM-Förderung werden jedes Jahr neu im FNN codiert. Sollten durch die Fruchtfolge Flächen außerhalb der Gebietskulissen liegen, werden diese nicht vergütet (sofern kein Ökobetrieb). 
  • Die bestehende Verpflichtung HALM-Zwischenfrüchte kann mit einem Erweiterungsantrag vergrößert werden.

Bitte beachten Sie, dass die Vorgaben des HALM für die Zwischenfruchtprogramme nicht identisch zu denen des Zwischenfruchtanbaus im Rahmen des Greenings sind!

Es gelten folgende Vorgaben:

  • Alle als Zwischenfrucht geeignete Kulturen in Reinsaaten oder Mischungen sind möglich. Eine gezielte Ansaat muss erfolgen, Selbstbegrünung ist nicht zulässig. Einkaufsbelege als Nachweis aufbewahren.
  • Bodenbedeckender Bestand muss zwischen dem 01. Oktober und 31. Januar des Folgejahres gewährt sein. Entsprechend muss die Aussaat frühzeitig erfolgen (Empfehlung: bis spätestens Ende August).
  • Mulchen in diesem Zeitraum zur Verhinderung des Aussamens ist zulässig.
  • Der Aufwuchs darf genutzt werden, sofern ein bodenbedeckender Bestand im genannten Zeitraum sichergestellt ist.
  • Die Düngung im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben gemäß DüV ist erlaubt.
  • Kein chemisch-synthetischer Pflanzenschutz (PSM) bis zur Beseitigung der Zwischenfrucht, d. h. die Zwischenfrucht kann nicht abgespritzt, sondern muss vorher mechanisch umgebrochen werden!
  • Eine Hauptkultur muss folgen oder der Schlag muss in eine Brache überführt werden.
  • Für die beantragten Schläge sind Ackerschlagkarteien zu führen.
  • Bei Beantragung stimmt man der Beprobung des Wirtschaftsdüngers seines Betriebes sowie der Beprobung des Bodens der Zwischenfruchtflächen zur Nährstoff-Analyse zu.
  • Variante: Es können bienengerechte Zwischenfrüchte gemäß Anlage 6d der Richtlinie eingesät werden (Aussaat bis spätestens 15.08).

Fördersatz Konventionelle Betriebe:

  • 100€/ha Zwischenfrüchte in Maßnahmenkulisse C.2 b
  • 150€/ha Zwischenfrüchte in Maßnahmenkulisse C.2 a

Fördersatz bei Teilnahme an Förderprogramm Ökolandbau:

  • 50€/ha Zwischenfrüchte
  • Jeweils +10€/ha Zwischenfrüchte bei Einsaat bienengerechter Zwischenfrüchte

Um die Förderung der Maßnahmenkulisse C.2 a Zwischenfrüchte zu erhalten, müssen Sie zusammen mit dem Auszahlungsantrag (Gemeinsamer Antrag) jährlich einen Nachweis über eine qualifizierte Beratung abgeben (Beratungsschein). Dieser muss bis zum 01. Oktober des Jahres, in dem der Auszahlungsantrag gestellt wurde, vorgelegt werden. Den Beratungsschein erhalten Sie vom MR Wetterau!