Agrarumweltprogramm HALM

Das HALM-Programm ist einer der zentra­len Bausteine für die Zielerrei­chung der EU-Wasserrahmenrichtlinie. Es ent­hält wichtige Elemente zur Er­haltung der Biodiversität sowie des Wasser-, Boden- und Klima­schutzes. Wenn Sie sich beson­ders nachhal­tige Landbewirtschaftungsformen fördern lassen möchten, müssen Sie bis spätes­tens dem 01.10. eines Jahres einen Antrag für den Ver­pflichtungszeitraum des kommenden Jahres stellen.

 

D.1 Grünlandextensivierung

Verpflichtungszeitraum: 5 Jahre

Gebietskulisse: Nein

Förderung der extensiven Bewirtschaftung (Mahd und/oder Beweidung) bestimmter Dauergrünlandflächen durch Verzicht auf Dünge- und Pflanzenschutzmittel. Förderfähig sind Grünlandflächen nach dem Merkblatt zum Gemeinsamen Antrag:

Kultuart/ Nutzung: Code:
Dauergrünland (DGL)
DGL Neueinsaat als Ersatz für ge­nehmigten DGL Um­bruch 444
Grünland (maximal 100 Bäume je ha) 459
Streuobstfläche mit Grünlandnutzung (bis 100 Bäume je ha) 480
Grünland unter etablierten lokalen Praktiken (z. B. Heide) 492
Grünland (nicht DZ und/oder AGZ fähig) 972
Flächenstilllegung:
Nicht landwirtschaftliche, aber nach Art. 32(2b (i)) der VO (EG) Nr. 1307/2013 beihilfefähige Fläche   
(Maßnahmen aus Natura2000), die 2008 noch beihilfefähig waren
584
Dauerkulturen:
Streuobst (verschiedene Arten, über 100 Bäume je ha) mit DGL entsprechendem Unterwuchs    822

Weitere Infos:

Bei ungünstiger Bestandesentwicklung durch Verzicht auf PSM  oder Wildschäden kann Bewilligungsstelle Ausnahmen zulassen.

Es gelten folgende Vorgaben:

  • Verzicht auf PSM und Düngemittel.
  • Jährlich mindestens eine Nutzung durch Be­weidung oder Mahd mit Mahdgutabfuhr innerhalb der Vegetationszeit vom 01.05. - 30.09. Aufgrund naturschutzfachlicher Erfordernisse kann die Beweidung ausgeschlossen werden.
  • Ein Wechsel der Fläche ist nicht zulässig.
  • Verzicht auf Be- und Entwässerungsmaßnahmen (z. B. Drainierungen). Vorhandene Be- und Entwässerungsanlagen dürfen ordnungsgemäß unterhalten werden.
  • Keine wendende oder lockernde Bodenbearbeitung, Beregnung und Melioration.
  • Keine Veränderung des Bodenreliefs zulässig.
  • Bewirtschaftungsmaßnahmen sind in einer Schlagkartei zu dokumentieren.

Fördersatz: 190 €/ha Dauergrünland