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Regionale N-Düngeempfehlung & Nmin-Werte

Der MR Wetterau veröffentlich jedes Frühjahr eine regionale Düngeempfehlung für Raps, Sommerungen und Wintergetreide. Diese basiert auf den Nmin-Beprobungen im Januar der rund 470 Nmin-Dauerbeobachtungsflächen im Beratungsgebiet. Der Beratungsbereich des Maschinenring Wetterau umfasst große Flächen im Naturraum Wetterau, dem Unteren Vogelsberg, dem Büdingen-Meerholzer-Hügelland sowie dem Vorderen Vogelsberg und einzelne Wasserschutzgebiete im Hochtaunuskreis sowie Flächen im Frankfurter Raum. Die Düngeempfehlungen werden nach Regionen unterschieden (vgl. Karte). Lediglich einzelne WSG, deren Nmin-Werte oder Bewirtschaftung sich deutlich von der übrigen Region unterschieden, werden gesondert behandelt und erhalten eine eigene Empfehlung.


Regionale N-Düngeempfehlung & Nmin-Werte Frühjahr 2019

Regionale N-Düngeempfehlungen sind für folgende Regionen und WSG erstellt worden:

 

Untenstehend finden Sie die Regionale Stickstoff-Düngeempfehlung (1. und 2. Gabe) in Wasserschutzgebieten (WSG) und im WRRL-Maßnahmenraum Wetteraukreis unter Berücksichtigung der regionalen Frühjahrs-Nmin-Werte 2019.

Es handelt sich hierbei um eine aktuelle, um die Region Taunus ergänzte, Version (20.03.2019).

Regionale Düngeempfehlung Frühjahr 2019 (pdf 295 KB)


Entwicklung der Nmin-Werte seit 2003

 

Der Mittelwert der bislang vorliegenden Nmin-Werte unter allen Kulturen lag im Frühjahr 2019 bei 81 kg N/ha (0-30 cm: 21 kg; 30-60 cm: 33 kg; 60-90 cm: 27 kg) und liegt damit sogar noch leicht über dem bislang höchsten Wert von 2017.

Dem sehr hohen mittleren Frühjahrs-Nmin-Wert 2019 ging bereits nach dem Trockenjahr 2018 ein deutlich erhöhter mittlerer Herbst-Nmin-Wert 2018 von 87 kg N/ha (n 411 Dauerbeobachtungsflächen 0-30 cm: 66 kg; 30-60 cm: 15 kg; 60-90 cm: 7 kg) voraus (Details behandelt unser Infoschreiben vom 14.11.18).

Trotz der extremen Bodenaustrocknung führten die Niederschläge der Monate November ´18 bis Ja­nuar ´19 (insbesondere die Dezember-Niederschläge) im Bereich Wetterau und Büdingen (Inheiden & Bad Nauheim (DWD) rund 120 mm, Nieder-Weisel (LLH) & Ober-Erlenbach rund 160 mm, Glauberg rund 180 mm) bereits zu erkennbaren Verlagerungen in die 2. bzw. 3. Bodenschicht. Besonders die hohen Märzniederschläge dürften dann zu einer weiteren Verlagerung geführt haben.

Gleichermaßen erfolgte bei optimaler Trockengare und nach sommerlichem Mineralisationsstau eine Nachmineralisierung in der Krume bei milder Witterung, z. T. bis in den Dezember 2018. In den Über­gangsbereichen und insbeson­dere der Vogelsbergregion (Schotten, Kefenrod), führten im gleichen Zeit­raum Niederschläge z. T. deut­lich über 200 mm zu einer noch stärkeren Verlagerung in die 3. Schicht und darüber hinaus.